Tequila die SpirituoseMythos und HerstellungTequila Seminaredas Agavenherz in Personihr Kontakt zu mir

 

Wann kam man auf die Idee aus Agaven ein alkoholisches Getränk herzustellen?
Man erzählt sich eine Legende

» Tequila, ein Geschenk Götter «
Ein Hohepriester wandelte in einem Gewitter über ein Agavenfeld, die Götter im Himmel hatten einen gewaltigen Streit. Es donnerte und blitzte, er beobachtet wie ein Blitz mitten in dem Agavenfeld einschlug. Tage später kam er an die Stelle des Blitzeinschlags und sah, dass aus den Agaven, die in der Nähe des Einschlags wuchsen, ein Saft austrat.
Er trank von diesem Saft und hatte daraufhin sehr „intensive Visionen“, er hatte einen Rausch.
Seit dieser Zeit wurde der vergorene Agavensaft als ein Geschenk der Götter erachtet, die es zu den Menschen sandten, um sich im Rausch den Göttern näher fühlen zu können. Im Prinzip wird auch heute noch Tequila auf diese Weise hergestellt. Die Agaven werden gekocht, um den darin enthaltenen Zucker zu gewinnen, der wiederum mit pflanzeneigenen Hefen vergoren wird.

Tequila ist ein Brand, der ausschließlich aus einer Pflanze hergestellt wird - der blauen Weber-Agave.
Agaven sind keine Kakteen, sondern gehören der Familie der Liliengewächse an. Tequila ist somit ein Liliendestillat. Er darf nur in Mexiko produziert werden, und zwar nur in fünf dafür ausgewiesenen Regionen.
Die Blaue Agave benötigt ca. 7 bis 12 Jahre, je nach Anbaugebiet im Hoch- oder auch Flachland, bis sie zu ihrer vollen Größe herangewachsen ist und vom Jimador geerntet werden kann. Die Pflanze wird von ihrer Wurzel abgetrennt und dann von den spitzen Blättern befreit, so dass nur das Herz übrig bleibt. Die Herzen, auch Piña genannt, wiegen bis zu 170 Pfund. Im traditionellen Herstellungsverfahren werden sie in Hornos (Ziegelöfen) gepackt und garen dort unter der Zugabe von Wasserdampf zwischen 24 und 36 Stunden. Danach kann man das so genannte Honigwasser Agua Miel aus den Agaven pressen, der darin enthaltene Zucker wird unter Zugabe von natürlichen Hefen zu destillierbaren Alkohol vergoren.



Vor der Fermentation wird entschieden, ob ein 100% Agave Tequila oder ein „Mixto“ hergestellt wird. Für den reinen Tequila werden nur der Agavensaft und natürliche Gärhefen verwendet. Beim Mixto darf bis zu 49% Fremdzucker hinzugefügt werden. Jeder Tequila bei dem auf dem Flaschenetikett nicht die Qualitätsbezeichnung 100% Agave zu finden ist, ist ein Mixto-Tequila. Diese Tequilas dürfen u.a. in Containern exportiert und auch außerhalb Mexikos abgefüllt werden, 100% Agave Tequilas dagegen müssen in Mexiko unter der Aufsicht der CRT abgefüllt werden Tequila muss mindestens eine zweifache Destillation erfahren, erst nach der zweiten Destillation darf das Produkt den Namen Tequila tragen.



Direkt nach der Destillation nennt man das Produkt einen Blanco Tequila, eine frische ungelagerte Spirituose mit dem intensiv fruchtigen Geschmack der Agave. Die erste Lagerstufe nach einer gesetzlich festgelegten Mindestlagerzeit in Eichenfässern von 60 Tagen nennt sich Reposado (ausgeruht) und nach einer Lagerzeit von mindestens einem Jahr in kleineren Eichenfässern darf er sich Añejo (ausgereift) oder ab 3 Jahren Extra Añejo nennen. Durch die Lagerung in den Fässern nimmt er zusätzlich Aromen an und verändert seinen Charakter entsprechend der Holzsorte, der vorher in den Fässern befindlichen Spirituose und dem Grad des Toastens (ausbrennen der Fässer). „Gold“ ist die Bezeichnung eines Tequilas (in der Regel ein Mixto), der die gesetzliche Mindestlagerzeit unterschritten hat oder auch nur mit Farbstoffen und Aromen eine Lagerung suggeriert wird.